Martin Stenke

Der erste Blick auf den Südhimmel: Amerigo Vespucci

 

1. Thema und Einleitung

 

Die Idee, etwas Schriftliches über den südlichen Polarhimmel, wie er erstmalig von einem Europäer im Werk "Mundus novus" ("Neue Welt") beschrieben worden ist, zu verfassen, kam mir bei meiner beruflichen erstmaligen Beschäftigung als Lateinlehrer mit dieser Materie im Rahmen einer Lektüre der 10. Klasse. 

Bevor wir uns jedoch den astronomischen Besonderheiten der südlichen Himmelssphäre nach Vespucci zuwenden, soll an Stelle einer Einführung ganz kurz etwas über Leben, Bedeutung und Werk dieses Entdeckers gesagt werden[1]:

Amerigo Vespucci (ca. 1452 - 1512) war ein wohlhabender Kaufmann in den Diensten der Florentiner Frühkapitalistendynastie der Medici und unternahm verschiedene Reisen. Er ist auch als Navigator und Geograf eine herausragende Erscheinung. So gelang es ihm, die geografische Länge Venezuelas ("Klein Venedig" - wegen der Pfahlbauten der Indios) mit Hilfe von der Konstellation des Mars und des sich schnell am Himmel bewegenden Mondes genau zu bestimmen, weil er deren exakte Positionsangaben für Europa aus einem Jahrbuch kannte.[2]

Für uns ist seine zweite Amerika-Expedition (14.05.1501 -  07.09.1502) von Interesse, die unter Portugiesischer Flagge von Lissabon über die Kanarischen Inseln und Cap Verde in Westafrika quer über den Atlantik nach Südamerika segelte. Dort angekommen, entschied sich Amerigo nach Süden entlang der Küste zu fahren. Er erreichte das Kap Ponta do Seixas und wandte sich nach Osten, wie es in dem Bericht heißt.

Wegen der ungeheuren Küstenlänge erkannte die Expedition, dass das neue Land eine ganze "Neue Welt", also ein Kontinent und keine Insel sein müsse. Kolumbus, der eigentliche neuzeitliche Entdecker Amerikas, und seine Mitstreiter hingegen glaubten, sie hätten Inseln entdeckt, die der asiatischen Küste vorgelagert seien. So bekam die "Neue Welt" folgerichtig den Namen "America" nach der latinisierten Vornamensform Amerigos (Americus Vesputius) und nicht etwa "Columbia".

Über das Werk, in dem über diese "Neue Welt" berichtet wird, ist viel gestritten worden: Der Verfasser lässt sich nicht eindeutig feststellen, er wird jedoch im Umkreis der Expedition Amerigos zu suchen sein. Als "Mundus Novus" fand es in der damaligen Weltsprache Latein und dank der  zu dieser Zeit noch recht neuen Erfindung des Buchdruckes rasche Verbreitung über Europa. Allerdings dürfte auch der exotische und teilweise recht fantastische Inhalt des Pamphletes zu seinem Erfolg einiges beigetragen haben.

Der Verfasser beschreibt die abenteuerliche Seereise, gibt geografische Einzelheiten und beschreibt Flora, Fauna und Menschen des südamerikanischen Kontinents. Dabei sind einige Angaben offensichtlich falsch (so die angebliche Lebenserwartung der Eingeborenen von 150 Jahren) oder unwahrscheinlich bzw. übertrieben (Kannibalismus in Südamerika, Darstellung der Frauen nach antiken Vorbildern als Amazonen).

Als Werk der wissenschaftlichen Geografie fand die "Neue Welt" jedoch Anerkennung, auch wenn nicht eindeutig festzustellen ist, wie weit Vespucci denn nun nach Süden gekommen ist: Der Verfasser behauptet im Namen Vespuccis nicht weniger als drei Mal, dass er 90° südlich von Lissabon gewesen sei, also etwa bis 50° südlicher Breite. Dagegen spricht, dass die riesige Mündung des Rio Del La Plata nicht im Bericht erwähnt wird.

Wie dem auch sei, der Quellenwert des Textes ist sicher nicht unumstritten, aber dennoch scheint ein Blick auf die Passagen zur Astronomie dort verlockend, gerade weil es die erste Beschreibung eines Europäers der Himmelsregion um den Südpol ist (Dass der Pol aufgrund der Präzession der Erdachse damals nicht ganz mit dem heutigen Südpol übereinstimmt, soll hier vernachlässigt werden). Bemerkenswert ist auch, welche Himmelsphänomene nicht erwähnt sind, so fehlen etwa eindeutige Hinweise auf die Magellanschen Wolken, die knapp 20 Jahre später von ihrem Namensgeber entdeckt und beschrieben sind.

 

2. Die Quellentexte

 

Im folgenden möchte ich die relevanten Passagen des lateinischen Textes sowie eine von mir angefertigte Übersetzung anführen, um dann den Text zu interpretieren. Diese Wiedergabe hat selbstverständlich keinen literarischen Anspruch, sondern will einerseits lediglich den Inhalt möglichst genau wiedergeben und auch verdeutlichen, andererseits ist sie allerdings keine wortwörtliche "Schülerübersetzung", wie einige sie vielleicht noch aus ihrem eigenen Lateinunterricht kennen, da "Latinismen" vermieden sind und möglichst dem deutschen Sprachgebrauch Rechnung getragen wird:

 

2.1. Latein

 

Caelum speciosissimis signis et figuris ornatum est. In quo annotavi stellas circiter viginti

tantae claritatis, quantae aliquando vidimus Venerem et lovem. Harum et motus et

circuitiones consideravi earumque peripherias et diametros geometricis methodis dimensus

fui. Easque maioris magnitudinis esse deprehendi. 

Vidi in eo caelo tres canopos, duos quidem claros, tertium obscurum. Polus Antarcticus non

est figuratus cum Ursa maiore et minore, ut hic noster videtur Arcticus; nec iuxta eum

conspicitur aliqua clara stella; et ex his, quae circum eum breviore circuitu feruntur, tres sunt

habentes trigoni orthogoni schema, quarum dimidia peripheriae diametrus gradus habet novem semis. Cum his orientibus a laeva conspicitur unus Canopus albus eximiae magnitudinis. Quae cum ad medium caelum perveniunt, hanc habent figuram:

 

                                                           SS

                                                        SSSS    

                                   *                SSSSSS              Canopus

                                                       SSSS

                                                        *

                                   *[3]

Post has veniunt aliae duae, quarum dimidia peripheriae diametrus gradus habet duodecim semis, et cum eis conspicitur alius Canopus albus. His succedunt aliae sex stellae formosissimae et clarissimae inter omnes alias octavae sphaerae, quae in firmamenti superficie dimidiam habent peripheriae diametrum graduum triginta duorum. Cum his pervolat unus Canopus niger immensae magnitudinis. Conspiciuntur in via lactea et huiusmodi figuram habent, quando sunt in meridionali linea.

                                                                       SS                   *

                        *          *          *                   SSSS                            *          Canopus  

                                                                 SSSSSS

                                                                   SSSS                 *

 

Multas alias stellas pulcherrimas cognovi, quarum motus

diligenter annotavi et pulcherrime in quodam meo libello graphice descripsi in hac mea

navigatione. Hunc autem in praesentia tenet hic Serenissimus Rex, quem mihi restituturum

spero.

In illo hemisphaerio vidi res philosophorum rationibus non consentientes. Iris alba circa

mediam noctem bis visa est, non solum a me, sed etiam ab omnibus nautis. Similiter pluries

novam lunam vidimus eo die, quo soli coniugebatur. Singulis noctibus in illa caeli parte

discurrunt innumeri vapores et ardentes faces.  

Dixi paulo ante in illo hemisphaerio: quod tamen proprie loquendo non est ad plenum

hemisphaerium respectu nostri; quia tamen accedit ad huiusmodi formam, sic illud appellari

licuit. 

 

2.2 Deutsch

 

Der Himmel ist mit den allerschönsten Sternzeichen ausgeschmückt. Dort habe ich ungefähr 20 Sterne von einer solchen Helligkeit bemerkt, wie wir bisweilen Venus und Jupiter zu sehen bekommen. Sowohl deren Bewegungen als auch deren Umläufe habe ich beobachtet und auch ihre Umfänge und Durchmesser mit geometrischen Techniken ausgemessen. Und ich habe erkannt, dass sie von ziemlicher Größe sind.

Ich habe an diesem Himmel drei Sterne vom Typ "Canopus" gesehen, zwei jedenfalls ganz hell, den Dritten (etwas) dunkler. Der Himmelssüdpol ist nicht mit dem Großen und Kleinen Bären ausgestaltet, wie man hier unseren Himmelsnordpol sieht; und auch lässt sich in seiner Nähe kein heller Stern erblicken. Und von denen, die um ihn in kürzerer Bahn ziehen, befinden sich drei in der Anordnung eines rechtwinkligen Dreieckes. Deren Bahnhalbmesser beträgt neuneinhalb Grad. Bei deren Aufgang lässt sich zur Linken ein weißer "Canopus" von ausnehmender Größe erblicken. Wenn diese kulminieren, dann bilden sie folgende Konstellation:

 

                                                           SS

                                                        SSSS    

                                   *                SSSSSS              Canopus

                                                       SSSS

                                                        *

                                   *

 

Nach ihnen folgen noch zwei andere, deren Bahnhalbmesser 12 1/2 Grad beträgt und zusammen mit ihnen lässt sich ein weiterer weißer "Canopus" erblicken. Diesen folgen weitere sechs, die strahlendsten und schönsten Sterne von allen anderen der achten Sphäre, deren Bahnhalbmesser 32 Grad  am Himmelszelt beträgt. Mit ihnen zieht ein dunkler Canopus von ungeheurer Größe seine Bahn. Sie lassen sich in der Milchstraße erblicken und bilden folgende Konstellation, wenn sie kulminieren:

 

                                                                       SS                   *

                        *          *          *                   SSSS                            *          Canopus  

                                                                 SSSSSS

                                                                   SSSS                 *

 

Viele andere sehr schöne Sterne habe ich erkannt, deren Bewegungen ich sorgfältig notierte und in ihrer ganzen Schönheit in meinem Büchlein zeichnerisch während meiner Reise abbildete. Dieses hat jetzt der allerdurchlauchteste König. Ich hoffe, dass er es mir zurückgeben wird.

Auf jener Halbkugel habe ich Dinge gesehen, die den Lehrmeinungen der Naturwissenschaften widersprechen: Zweimal erschien gegen Mitternacht ein weißer Regenbogen, nicht nur mir, sondern allen Seeleuten. Auf ähnliche Weise sahen wir mehrmals einen neuen Mond gerade an dem Tage, an dem er mit der Sonne in Konjunktion steht. In einzelnen Nächten durchlaufen jenen südlichen Teil des Himmels zahllose rauchende helle Lichterscheinungen.

Gerade habe ich noch gesagt: "Auf jener Halbkugel": Im wörtlichen Sinn gesprochen ist sie dieses gleichwohl nicht im Vergleich mit der vollen unseren Halbkugel.

Weil sie dennoch dieser Form nahekommt, so sollte es erlaubt sein, sie auch so zu nennen.

 

3. Erklärungen und Interpretation

 

Einige Aussagen des Textes sprechen für sich, manche andere jedoch bedürfen der Erläuterung, wieder andere bleiben unerklärlich. Bei der letzten Gruppe behilft sich die Forschung (und auch der Verfasser) mit dem Ausweg der Zuordnung dieser Phänomene in die sogenannten "Mirabilien", d. h. "Wunderdinge": Manches wird einfach "wunderbar" geschildert, um die Sensationslust des Lesers zu befriedigen (s o.). Man muss bedenken, dass derartige Schilderungen für den Leser in Europa nicht überprüfbar waren. Außerdem mag noch die christlich-mittelalterliche Vorstellungs-welt eine Rolle spielen, dass, je weiter man sich vom angeblichen Mittelpunkt der Welt Jerusalem (also dem Ort der Menschwerdung und Wirken Gottes auf Erden) entfernt, desto monströsere und gottlosere Wesen und Erscheinungen auf der Erde anzutreffen sind. Man denke an die auf alten See- und Landkarten eingezeichneten Ungeheuer.

In diese Kategorie fällt sicher die Behauptung, am Südhimmel gebe es 20 Sterne von der Helligkeit  der Venus oder Jupiters (Helligkeit bis zu -4,28 mag. bzw. -2,7 mag[4]) . Tatsächlich sind am Südhimmel zwei Sterne zu finden, die so hell strahlen, dass sie eine negative Größe erreichen, von denen Sirius (-1,37 mag) sogar von Mitteleuropa sichtbar ist und Canopus (der metonymische Namensgeber für helle Sterne im Text, -0,86 mag)[5]  schon den ersten Entdeckern bekannt gewesen sein muss, die Anfang des 15. Jahrhunderts zu den Kanarischen Inseln und der Westafrikanischen Küste gelangten. Außerdem sind beide deutlich schwächer als die genannten Planeten, selbst wenn diese in Erdferne stehen.

In der Literatur wird die Erscheinung des "weißen Regenbogens" und des in der Konjunktion mit der Sonne und dennoch sichtbaren Mondes ebenfalls in das Reich der Mirabilien verwiesen[6]. Tatsächlich ist der Neumond bekanntermaßen unsichtbar, die Lichtbögen könnten jedoch Halo-Erscheinungen gewesen sein[7], welche freilich ebenso oft am Nordhimmel zu sehen sind.   

Dass der Neumond gerade während seiner Konjunktion mit der Sonne sichtbar gewesen sein soll , ist ebenfalls ganz unmöglich.

Anders hingegen verhält es sich mit den leider nur kurz erwähnten "rauchenden Lichterscheinun-gen". Hierbei kann es sich gut um Meteoritenschauern gehandelt haben, die ihren Radianten am Südhimmel haben. Auffällig ist, dass von den helleren Meteorströmen nur wenige ihren Ausgangspunkt derzeit tief im Süden haben, tendenziell lassen also sich die eindrucksvolleren Sternschnuppenschauern in unseren Breiten beobachten.[8]  Die auffälligen Südlichen Delta-Aquariiden könnte Amerigo Ende Juli/Anfang August sogar zweimal beobachtet haben, wobei er sich aber nicht sehr weit südlich befunden haben kann, denn diese Termine liegen kurz nach Beginn und kurz vor Beendigung seiner Reise (s. o.). Allerdings vermag ich nicht zu sagen, ob sich die Meteoritenschauern in den 500 Jahren seit Amerigos Fahrt wesentlich verändert haben. Vielleicht wissen hier die Leser dieses Artikels mehr? Auch besteht die Möglichkeit, dass einzelne Feuerkugeln den Himmel zufällig erhellt haben.

Die Beschreibung der Gestirne rund um den Himmelssüdpol leuchtet insofern ein, dass den Lesern bekannt sein dürfte, wie schwierig das Auffinden des Südpols mit Hilfe der Sternkonstellationen ist. Einen gut sichtbaren "Polarstern" wird man dort vergeblich suchen, das südliche "Polarsternchen" Sigma Octantis hat eine Helligkeit, die lediglich der 5,5ten Größe entspricht.[9]

Hellere Sterne, die in einer Entfernung von 9,5 Grad um die Polachse ihre Bahn ziehen und dabei noch die Gestalt eines rechtwinkligen Dreiecks bilden, lassen sich hingegen nicht finden. Am ehesten könnte man noch an Beta, Theta und Ny im Oktant denken, die in einer Rektaszension von 0h bis 21.30h etwa auf der Höhe der Deklination von 80 Grad Süd schwach schimmern (3,74ter bis 4,73ter Größe).[10]  Nimmt es der Beobachtungsbericht mit den Winkelabständen nicht so genau (vgl. unten), könnte man mit dem Dreieck auch die Hauptsterne des Sternbildes Hydrus (Kleine Wasserschlange) assoziieren, die immerhin etwa die 3. Größenklasse erreichen.

Die Beschreibungen der "Sternbilder" mittels der Buchstaben "S" für stella (Stern), dem Symbol * für einen hellen Stern und "Canopus" für Sterne, die in ihrer Helligkeit Venus oder Jupiter vergleichbar sind, erfolgt im Druckbild des "Mundus Novus" - das hier möglichst getreu dem Erstdruck wiedergegeben wird.[11] Wenn der Verfasser schreibt, "zur Linken" sei ein "Canopus" zu sehen, dann ist das auf die Blickrichtung nach Süden, also zum Pol hin zu verstehen, denn die "Abbildung" zeigt den "Canopus" rechts der übrigen Sterne, also zum Himmelsnordpol ausgerichtet. Allerdings sind in den angegebenen Abständen zum Himmelssüdpol keine derartigen Gruppierungen (12,5 und 32 Grad) von Sternen zu finden. Mit der "achten Sphäre" meint der Verfasser die Fixsternsphäre, die nach damaliger Ansicht den sieben bekannten Planeten folgt.

Eine Zuordnung der im Druckbild grafisch hervorgehobenen Sternansammlung in Verbindung mit den Positionsangaben ist also unmöglich, was etwas unbefriedigend bleibt.   

Dem Verfasser dieses kleinen Artikels seien jedoch Spekulationen gestattet, die der exakt arbeitende Wissenschaftler tunlichst unterlassen sollte: Mir erscheint es unwahrscheinlich, dass ein Seemann und Navigator vom Rang Amerigos diesen Reisebericht verfasst hat, dazu sind im Text zu viele inhaltliche Fehler (s. o.), nicht nur in astronomischer Hinsicht. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass der Berichterstatter die Reise mitgemacht hat und den Südhimmel aus eigener Erfahrung kennt, denn trotz der Fehler sind einige Angaben des Reiseberichtes so detailliert und treffend, dass sie nur ein Augenzeuge der Fahrt kennen kann. Wenn nun ein astronomisch Unbedarfter, der Phantastisches berichten will, den Südsternhimmel oberflächlich schildert, dann wird er dessen Schönheit und die Helligkeit der Sterne übertreiben. Vielleicht - und jetzt lasse ich mich von der Phantasie des Verfassers des "Mundus Novus" anstecken - ist mit dem "dunklen Canopus von ungeheurer Größe" der Kohlensack im Kreuz des Südens gemeint, eine auffällige Dunkelwolke in der Milchstraße? Und vielleicht meint der rätselhafte Schreiber mit seinen mit dem Buchstaben "S" gekennzeichneten Sternformationen doch die Magellanschen Wolken, von denen Achernar und der echte Canopus als sehr helle Sterne jeweils ca. 15 Grad entfernt sind?

Die Schlussbemerkung unseres Textauszuges über die südliche "Halbkugel", die angeblich doch keine volle Halbkugel ist, erschließt sich nur, wenn man den Text weiterliest: Der Verfasser erklärt anhand präziser Beschreibungen, dass Amerigo nicht die ganze Südhalbkugel befahren hat, da er "nur" bis zum fünfzigsten Breitengrad nach Süden gesegelt sei. Deswegen ist diese Hemisphäre für die Reisenden keine "volle" Halbkugel.

So wechseln sich auch in dieser Passage wieder genaue und plausible Erklärungen mit unglaublichen Schilderungen ab, so dass sowohl dem Leser des "Mundus Novus" als auch der Forschung noch genug Spielraum für Gedanken und auch Spekulationen bleiben.

 

4. Literaturverzeichnis:

 

Josef Klepesta, Antonin Rükl, Taschenatlas der Sternbilder, Hanau 1980

Joachim Klowski u. Eckart Schäfer, Mundus Novus, Lateinische Texte zur Eroberung Amerikas, Stuttgart, Düsseldorf, Leipzig 1999

Günther D. Roth (Hrsg.), Planeten beobachten, Berlin 2002

Norbert Schulz, Amerigo Vespucci, Mundus Novus, Butjadingen-Burhave 2007

Ernst Zinner, Geschichte der Sternkunde, Berlin 1931



[1]Zum Folgenden vgl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Amerigo_Vespucci aufgerufen am 2512.2012

 

[2]Zinner, S. 443

[3]Die Konstellationen sind Schulz entnommen.

[4]Roth, S. 158 bzw. S. 310

[5]Helligkeit nach Rükl S. 124 bzw. S. 130

[6]Schulz, S. 65

[7]http://de.wikipedia.org/wiki/Halo_(Lichteffekt)

[8]http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Meteorstr%C3%B6me

[9]Rükl, S. 210

[10]ebenda

[11]Abbildungen des Originaldruckes in Schulz, S. 62 und 64